MIO gibt es in Nürnberg jetzt auch vor Ort zu kaufen

Bei Wucholtzky im Nürnberger Osten kann man Coffee-to-go-trinkend vor dem Schaufenster seine Vorauswahl für die Weihnachtseinkäufe treffen. MIO fühlt sich zwischen all dem Schönen und Handverlesenen äußerst wohl!

Im Café Frau Elster im Süden der Stadt wurde der Sitzbereich spontan zum Markt für Produkte von Freunden und Kreativen umarrangiert. Da MIO sich zu beidem zählt, gibt es auch hier eine kleine Auswahl unserer Taschen und Rucksäcke!

Es kann losgehen!

Nachdem die erste Produktion in Belgrad gelaufen ist, alles fotografiert und in den Onlineshop gestellt war, musste nur noch das Verpackungsmaterial her. Auch da habe ich natürlich größten Wert gelegt auf umweltschonendes und gleichzeitig schönes Material, denn so erhält vielleicht auch die Verpackung eine zweite Chance bei Euch. 


Nach langer Suche war die umweltschonende Verpackung gefunden: Ein großer Umschlag aus Recyclingpapier, hergestellt in Feuchtwangen, gar nicht weit weg von mir. 

Die schönen Hangtags und Postkarten wurden bei der Umweltdruckerei in Hannover mit Biofarben auf recyceltes Papier gedruckt. 

Mit Liebe verpackt machen sich nun also die ersten Rucksäcke auf den Weg – natürlich  klimaneutral versendet - um mit Euch die Welt zu erobern!

Von Einschusslöchern, Plattenbauten und Moscheen

Unser letzter Urlaub zu zweit sollte uns eigentlich an den Sandstrand des Atlantiks bringen, doch eine Produktionsstätte in Serbiens Hauptstadt Belgrad hat sich aufgetan und die will ich mir selbstverständlich ansehen! So werden in letzter Minute die Pläne geändert und unsere Reise führt uns durch das wunderschöne Slowenien mit seinen milchig türkisgrünen Flüssen, später die Küstenstraße Kroatiens entlang durch brütende Hitze um dann endlich durch Neuland zu führen! Wir wollten schon immer mal in die Länder des Balkans reisen, was genau hat uns eigentlich davon abgehalten ...die Angst vor´m Autodiebstahl?!
Wir passieren alte, muslimisch geprägte Städte wie Poticelj und Mostar, in dem alljährlich ein Brückenspringen von der 18 Meter hohen Brücke in den Fluss hinunter stattfindet. Wir begegnen herzlichen Menschen und umwerfender Gastfreundschaft auf den Campingplätzen Bosniens. Die Hauptstadt Sarajevo überrascht mit einem friedlichen Nebeneinander von Minirock und Burka, Moscheen, Synagogen und Kirchen, orientalischem Basar und sozialistischen Plattenbauten und jeder Menge Einschusslöchern an unrenovierten Gebäuden.

Auf unserem Weg zu unserem eigentlichen Reiseziel fahren wir durch wilde Wälder und ungebändigte Natur, die Straße wird jedoch gelegentlich von Schildern flankiert, die vor Minen warnen. Die Kartografie der Minen des Bosnienkrieges ist aufgrund von Überschwemmungen nicht mehr aktuell. Hin- und wieder passieren wir eine trostlose Plattenbautenstadt. Unvorstellbar, wie das Leben hier sein mag.

In Belgrad angekommen stellen wir fest, dass die Parkhäuser fast so viel kosten wie die Unterkünfte.

Wir sind an unserem Ziel, der Ledermanufaktur im Stadtteil Zemun. Der serbische Geschäftsführer Slobo empfängt uns verwirrender Weise auf Deutsch, damit hatten wir nicht gerechnet. Oben erwarten uns der Duft nach Leder und viele neugierige Augenpaare.

Die Lederhäute, Formen zum Stanzen von Leder und die ganzen Bearbeitungsmaschinen begeistern mich sofort. Für jede Maschine gibt es hier einen Experten und die Täschner*innen beherrschen ihr Handwerk so gut, dass jede/r seine Tasche vom Anfang bis zum Ende alleine näht.

Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht, denn in vielen Produktionsbetrieben werden von einer Person nur die immer gleichen Arbeitsschritte ausgeführt.

Wir lassen uns alles zeigen, unterhalten uns mit Mitarbeitern und der Geschäftsführung und erfahren eine Menge über das Arbeiten in diesem Land. So gibt es hier sehr arbeitnehmerfreundliche gesetzliche Regelungen zum Beispiel zu Urlaubstagen und Mutterschutz. Während in Serbien Roma leider immer noch häufig Diskriminierungen ausgesetzt sind, ist in diesem Betrieb eine Roma in der Geschäftsleitung. 

Wir gehen mit einem richtig guten Gefühl wieder hinaus. 

Am Abend treffen wir uns zu authentischer serbischer Küche wieder und lassen den Abend mit Blick auf die glitzernden Lichter über der Donau ausklingen.